Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren aus Verwaltung und Presse,
liebe Gäste,
am Ende eines Jahres ziehen wir Bilanz – das ist gute Tradition. Am Ende einer Wahlperiode aber gilt es, Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen uns fragen, was wir bewegt haben, was wir versäumt haben und was zukünftig anders werden muss. Denn eine Wahlperiode ist kein Ablauf von Tagesordnungen. Sie ist ein Stück Stadtgeschichte – ein Stück Verantwortung für die Menschen, die hier leben.
Ein starkes Fundament – aber kein fertiges Haus
Bad Neustadt steht auf einem guten Fundament. Wir gehören zu den Kommunen mit den besten Voraussetzungen – damals wie heute. Eigentlich perfekte Bedingungen. Aber ein Fundament ist kein fertiges Haus. Es ist der Anfang, die Chance – aber niemals das Ziel. Angesichts der Herausforderungen in unserer Region, in Deutschland, in Europa und der ganzen Welt reicht Routine längst nicht mehr aus. Wir brauchen Entschlossenheit, klare Richtung, perfektes Management und echte Zukunftskraft.
Der Blick zurück – und die Erkenntnisse daraus
Wir haben in den letzten 6 Jahren viel diskutiert, beraten, manches bewältigt. Und dennoch müssen wir offen sagen: Wir waren zu schwerfällig. Wir haben uns zu oft im Detail verloren. Oder sind nicht weitergekommen, weil uns wichtige Details gefehlt haben. Wichtige Zukunftsthemen verliefen im Hintergrund, statt im Fokus zu stehen. Gerade Fragen wie zur Zukunft von BSH standen zu selten dort, wo sie hingehören: ganz oben auf der Agenda. Viele Themen wurden gestreift – aber nicht konsequent angepackt, nicht zur Chefsache gemacht.
Was wir abgearbeitet haben – und was trotzdem fehlt
Ein Großteil der Projekte dieser Wahlperiode lag bereits fertig in den Schubladen: Vorplanungen, Entwürfe, Konzepte aus früheren Jahren. Trotzdem wurden sie nur nach und nach umgesetzt oder sogar verworfen. Einige Entwicklungen kamen von übergeordneten Stellen wie den staatlichen Bauämtern oder dem Landkreis. Andere aus der Dynamik unserer Unternehmen.
Wir als CSU-Fraktion haben konstruktiv mitgearbeitet, optimiert und verbessert. Viele unsere Anregungen, Anträge und Ideen sind vom Gremium und der Verwaltung aufgenommen worden, auch über Parteigrenzen hinweg – dafür sagen wir ausdrücklich Danke!
Aber: Masse ist nicht Klasse. Abarbeitung ersetzt kein langfristiges Konzept. Eine bloße Liste ersetzt keine Vision. Offene Zukunftsfragen bleiben: die Villsche Altenstiftung, das Kurgebiet, ein touristisches Gesamtkonzept, der Umgang mit dem Triamare, das Areal des alten Kreiskrankenhauses, die kulturelle Entwicklung unserer Stadt. Diese Themen brauchen dringend Richtung – und zwar bald. Und wir müssen in Bad Neustadt ein Industriestandort bleiben, dort wo die Unternehmen auf wichtige Standortfaktoren setzen können und die Menschen gerne leben. Sich zu Hause fühlen.
Stadtentwicklung – wo wir stehen und wo wir mutiger werden müssen
Bad Neustadt entwickelt sich – für uns aber zu wenig sichtbar. Viele reden über offene „Baustellen“ – zu wenige über Ergebnisse. Man hört „Wir sind dran“ – aber selten, was danach passiert. Unsere Innenstadt braucht echte Impulse, nicht Kosmetik.
Eine Innenstadt lebt von Menschen – und aus unserer Sicht auch von sinnvoll organisiertem Verkehr, nicht von Schildern und künstlicher Beruhigung.
Wohnraum entsteht, aber zu langsam und zu kompliziert – Familien könnten abwandern, wenn sie keine passenden Grundstücke oder Immobilien finden.
Unsere Unternehmer, Handwerker, Einzelhändler und Gastronomen brauchen eine Verwaltung, die ermöglicht statt erschwert. Eine kreative Auslegung von Regeln ist möglich und – ja! – auch rechtskonform.
Nach der Kupsch-Schließung hätte ein Konzept stehen müssen – wir hatten es bereits im Februar beantragt, haben Ideen eingebracht und Unterstützung angeboten. Es ist hier zu wenig passiert.
Jetzt gilt es, den Investor zu unterstützen, damit eine 24/7-Markthalle entsteht. Am besten mit Wochenmarkt, Regionalvermarktung und auch digitalen Angeboten.
Das Update des Wohnmobilstellplatzes ist gut, aber ersetzt kein touristisches Gesamtbild. Ohne klare Positionierung gewinnen wir keine Gäste.
Verwaltung – der unterschätzte Schlüssel
Die Verwaltung ist unser Rückgrat. Ohne sie läuft nichts – aber ohne Modernisierung läuft vieles zu langsam. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, digitale Prozesse, schnelle Entscheidungen und Mut zur Vereinfachung. Viele Beschäftigte wollen schneller und effizienter arbeiten – wir müssen ihnen Strukturen geben, die das ermöglichen: bürgerfreundlich, wirtschaftsfreundlich und zeitgemäß.
Finanzen – warum Investition Zukunft bedeutet
„Uns geht es finanziell gut.“ Ja – noch. Aber Wohlstand ohne Erneuerung ist keine verlässliche Perspektive, sondern eine Momentaufnahme. In Krisenzeiten gilt: Man spart sich nicht nach oben – man investiert sich nach vorne. Öffentliche Investitionen sind Jobmotoren, Innovationsbeschleuniger, Wirtschaftsstabilisatoren und Zukunftsversicherungen.
Wir können uns diese Investitionen leisten – das haben wir als CSU immer betont, wenn es um strategische Maßnahmen für die Zukunft unserer Stadt ging. Nicht „koste es, was es wolle“, sondern: „koste es, was es müsse!“
Das bedeutet aber auch: Für den laufenden Betrieb unserer Stadt müssen wir konsequent auf die Ausgaben achten. Wir müssen uns von überhöhten Standards verabschieden, wo sie nicht notwendig sind, um finanzielle Spielräume zu schaffen. Denn nur so können wir das, was wir einsparen, dort investieren, wo es strategisch wirklich wichtig ist.
Zukunftskraft – was wir jetzt brauchen
Bad Neustadt hatte viele gute Jahre – aber gute Jahre wiederholen sich nicht automatisch. Wir brauchen Politik, die führt, Verwaltung, die ermöglicht, Unternehmen, die Vertrauen spüren, und Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Enthusiasmus einbringen.
Das gemeinsame Stadtkonzept
Wir haben uns vorgenommen, gezielter zuzuhören und gemeinsam zu denken. In kleinen Runden mit früherer Einbindung in die kommenden Themen.
Ich bin überzeugt: Die Bad Neustädter wollen sich schneller weiterentwickeln – gerade jetzt in einer schwierigen Phase für Stadt, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Frage ist: Ziehen wir politisch schnell genug mit?
Wir als CSU haben nicht gebremst, nicht blockiert – wir haben gestaltet: Entscheidungen entwickelt, Projekte verbessert, Anträge eingebracht und Tempo gemacht. Das ist unsere Verantwortung, das ist keine Eitelkeit.
Danke
Mein Dank gilt allen, die diese Stadt tragen: Der Verwaltung, dem Bauhof, den Unternehmen, den Ehrenamtlichen, den Vereinen – besonders aber jenen, die im Verborgenen wirken.
Ich danke Ihnen, Herr Bürgermeister, und Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, für das gute Miteinander.
Ein besonderer Dank gilt meiner Fraktion.
Danke für Eure Diskussionsbereitschaft, Eure Geschlossenheit, Eure Ausdauer und Euer Herzblut für unsere Stadt.
Für die gemeinsame Zeit vor, in und nach den Sitzungen. …und für Eure Freundschaft!
Schlusswort
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein friedliches Weihnachtsfest, Momente des Durchatmens und ein gutes, gesundes Jahr 2026.
Die nächste Wahlperiode wird uns mehr abverlangen. Aber darin liegt unsere Chance: Aus einem guten Fundament echte Zukunftskraft zu formen. Wenn wir das wollen – und entschlossen daran arbeiten – wird Bad Neustadt leuchten. Weit über die Region hinaus.
Danke fürs Zuhören.
Im Namen der CSU-Fraktion
Ihr Bastian Steinbach
Jahresschlussrede 2025 – “Wir waren zu schwerfällig!”
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren aus Verwaltung und Presse,
liebe Gäste,
am Ende eines Jahres ziehen wir Bilanz – das ist gute Tradition. Am Ende einer Wahlperiode aber gilt es, Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen uns fragen, was wir bewegt haben, was wir versäumt haben und was zukünftig anders werden muss. Denn eine Wahlperiode ist kein Ablauf von Tagesordnungen. Sie ist ein Stück Stadtgeschichte – ein Stück Verantwortung für die Menschen, die hier leben.
Ein starkes Fundament – aber kein fertiges Haus
Bad Neustadt steht auf einem guten Fundament. Wir gehören zu den Kommunen mit den besten Voraussetzungen – damals wie heute. Eigentlich perfekte Bedingungen. Aber ein Fundament ist kein fertiges Haus. Es ist der Anfang, die Chance – aber niemals das Ziel. Angesichts der Herausforderungen in unserer Region, in Deutschland, in Europa und der ganzen Welt reicht Routine längst nicht mehr aus. Wir brauchen Entschlossenheit, klare Richtung, perfektes Management und echte Zukunftskraft.
Der Blick zurück – und die Erkenntnisse daraus
Wir haben in den letzten 6 Jahren viel diskutiert, beraten, manches bewältigt. Und dennoch müssen wir offen sagen: Wir waren zu schwerfällig. Wir haben uns zu oft im Detail verloren. Oder sind nicht weitergekommen, weil uns wichtige Details gefehlt haben. Wichtige Zukunftsthemen verliefen im Hintergrund, statt im Fokus zu stehen. Gerade Fragen wie zur Zukunft von BSH standen zu selten dort, wo sie hingehören: ganz oben auf der Agenda. Viele Themen wurden gestreift – aber nicht konsequent angepackt, nicht zur Chefsache gemacht.
Was wir abgearbeitet haben – und was trotzdem fehlt
Ein Großteil der Projekte dieser Wahlperiode lag bereits fertig in den Schubladen: Vorplanungen, Entwürfe, Konzepte aus früheren Jahren. Trotzdem wurden sie nur nach und nach umgesetzt oder sogar verworfen. Einige Entwicklungen kamen von übergeordneten Stellen wie den staatlichen Bauämtern oder dem Landkreis. Andere aus der Dynamik unserer Unternehmen.
Wir als CSU-Fraktion haben konstruktiv mitgearbeitet, optimiert und verbessert. Viele unsere Anregungen, Anträge und Ideen sind vom Gremium und der Verwaltung aufgenommen worden, auch über Parteigrenzen hinweg – dafür sagen wir ausdrücklich Danke!
Aber: Masse ist nicht Klasse. Abarbeitung ersetzt kein langfristiges Konzept. Eine bloße Liste ersetzt keine Vision. Offene Zukunftsfragen bleiben: die Villsche Altenstiftung, das Kurgebiet, ein touristisches Gesamtkonzept, der Umgang mit dem Triamare, das Areal des alten Kreiskrankenhauses, die kulturelle Entwicklung unserer Stadt. Diese Themen brauchen dringend Richtung – und zwar bald. Und wir müssen in Bad Neustadt ein Industriestandort bleiben, dort wo die Unternehmen auf wichtige Standortfaktoren setzen können und die Menschen gerne leben. Sich zu Hause fühlen.
Stadtentwicklung – wo wir stehen und wo wir mutiger werden müssen
Bad Neustadt entwickelt sich – für uns aber zu wenig sichtbar. Viele reden über offene „Baustellen“ – zu wenige über Ergebnisse. Man hört „Wir sind dran“ – aber selten, was danach passiert. Unsere Innenstadt braucht echte Impulse, nicht Kosmetik.
Eine Innenstadt lebt von Menschen – und aus unserer Sicht auch von sinnvoll organisiertem Verkehr, nicht von Schildern und künstlicher Beruhigung.
Wohnraum entsteht, aber zu langsam und zu kompliziert – Familien könnten abwandern, wenn sie keine passenden Grundstücke oder Immobilien finden.
Unsere Unternehmer, Handwerker, Einzelhändler und Gastronomen brauchen eine Verwaltung, die ermöglicht statt erschwert. Eine kreative Auslegung von Regeln ist möglich und – ja! – auch rechtskonform.
Nach der Kupsch-Schließung hätte ein Konzept stehen müssen – wir hatten es bereits im Februar beantragt, haben Ideen eingebracht und Unterstützung angeboten. Es ist hier zu wenig passiert.
Jetzt gilt es, den Investor zu unterstützen, damit eine 24/7-Markthalle entsteht. Am besten mit Wochenmarkt, Regionalvermarktung und auch digitalen Angeboten.
Das Update des Wohnmobilstellplatzes ist gut, aber ersetzt kein touristisches Gesamtbild. Ohne klare Positionierung gewinnen wir keine Gäste.
Verwaltung – der unterschätzte Schlüssel
Die Verwaltung ist unser Rückgrat. Ohne sie läuft nichts – aber ohne Modernisierung läuft vieles zu langsam. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, digitale Prozesse, schnelle Entscheidungen und Mut zur Vereinfachung. Viele Beschäftigte wollen schneller und effizienter arbeiten – wir müssen ihnen Strukturen geben, die das ermöglichen: bürgerfreundlich, wirtschaftsfreundlich und zeitgemäß.
Finanzen – warum Investition Zukunft bedeutet
„Uns geht es finanziell gut.“ Ja – noch. Aber Wohlstand ohne Erneuerung ist keine verlässliche Perspektive, sondern eine Momentaufnahme. In Krisenzeiten gilt: Man spart sich nicht nach oben – man investiert sich nach vorne. Öffentliche Investitionen sind Jobmotoren, Innovationsbeschleuniger, Wirtschaftsstabilisatoren und Zukunftsversicherungen.
Wir können uns diese Investitionen leisten – das haben wir als CSU immer betont, wenn es um strategische Maßnahmen für die Zukunft unserer Stadt ging. Nicht „koste es, was es wolle“, sondern: „koste es, was es müsse!“
Das bedeutet aber auch: Für den laufenden Betrieb unserer Stadt müssen wir konsequent auf die Ausgaben achten. Wir müssen uns von überhöhten Standards verabschieden, wo sie nicht notwendig sind, um finanzielle Spielräume zu schaffen. Denn nur so können wir das, was wir einsparen, dort investieren, wo es strategisch wirklich wichtig ist.
Zukunftskraft – was wir jetzt brauchen
Bad Neustadt hatte viele gute Jahre – aber gute Jahre wiederholen sich nicht automatisch. Wir brauchen Politik, die führt, Verwaltung, die ermöglicht, Unternehmen, die Vertrauen spüren, und Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Enthusiasmus einbringen.
Das gemeinsame Stadtkonzept
Wir haben uns vorgenommen, gezielter zuzuhören und gemeinsam zu denken. In kleinen Runden mit früherer Einbindung in die kommenden Themen.
Ich bin überzeugt: Die Bad Neustädter wollen sich schneller weiterentwickeln – gerade jetzt in einer schwierigen Phase für Stadt, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Frage ist: Ziehen wir politisch schnell genug mit?
Wir als CSU haben nicht gebremst, nicht blockiert – wir haben gestaltet: Entscheidungen entwickelt, Projekte verbessert, Anträge eingebracht und Tempo gemacht. Das ist unsere Verantwortung, das ist keine Eitelkeit.
Danke
Mein Dank gilt allen, die diese Stadt tragen: Der Verwaltung, dem Bauhof, den Unternehmen, den Ehrenamtlichen, den Vereinen – besonders aber jenen, die im Verborgenen wirken.
Ich danke Ihnen, Herr Bürgermeister, und Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, für das gute Miteinander.
Ein besonderer Dank gilt meiner Fraktion.
Danke für Eure Diskussionsbereitschaft, Eure Geschlossenheit, Eure Ausdauer und Euer Herzblut für unsere Stadt.
Für die gemeinsame Zeit vor, in und nach den Sitzungen. …und für Eure Freundschaft!
Schlusswort
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein friedliches Weihnachtsfest, Momente des Durchatmens und ein gutes, gesundes Jahr 2026.
Die nächste Wahlperiode wird uns mehr abverlangen. Aber darin liegt unsere Chance: Aus einem guten Fundament echte Zukunftskraft zu formen. Wenn wir das wollen – und entschlossen daran arbeiten – wird Bad Neustadt leuchten. Weit über die Region hinaus.
Danke fürs Zuhören.
Im Namen der CSU-Fraktion
Ihr Bastian Steinbach